SPTT Tage 2018

 Zwei Tage für uns

 

Am Wochenende des 13. und 14. Oktober 2018 finden in Köln erstmalig die „Skin Picking und Trichotillomanie Tage“ statt. Etwa 20 Fachvorträge und Workshops bieten die Möglichkeit, sich über Themen rund um Skin Picking (Dermatillomanie) und Trichotillomanie zu informieren und Kontakte zu knüpfen. Sowohl Betroffene als auch Therapeut/innen und Wissenschaftler/innen sind eingeladen teilzunehmen.


Was sind Skin Picking und Trichotillomanie?

Skin Picking (Dermatillomanie) und Trichotillomanie sind psychische Störungen, die den „Zwangsstörungen und verwandten Störungen“ zugeordnet werden. Verwandt sind auch zwanghaftes Nägelkauen und Nagelhaut-Zupfen. Skin Picking ist eine Bezeichnung für das zwanghafte Zupfen oder Drücken an der eigenen Haut, das zu Wunden und Narben führt und nicht ohne weiteres unterbunden werden kann. Trichotillomanie ist damit eng verwandt und bezeichnet das zwanghafte Auszupfen der eigenen Haare, das oft zu kahlen Stellen führt. Beide psychische Störungen sind extrem schambesetzt und mit einem hohen Leidensdruck verbunden. 


Ziele der Veranstaltung 

Mit den Skin Picking und Trichotillomanie Tagen möchten wir einen weiteren Schritt in Richtung einer besseren Versorgung für Betroffene von Skin Picking (Dermatillomanie), Trichotillomanie und verwandten Störungen machen: Betroffene, aber auch Therapeut*innen und Wissenschaftler*innen kommen zusammen, um zu lernen, sich zu informieren und auszutauschen. Zugleich wollen wir mit der Tagung Betroffene unterstützen.  


Wie sollen die Tage aussehen?  

Unsere Veranstaltung orientiert sich an der jährlichen Konferenz der TLC Foundation for BFRBs. Im Mittelpunkt dieser dreitägigen Veranstaltung in den USA stehen die Betroffenen, die während der Tage häufig zum ersten Mal andere, ebenfalls Betroffene kennen lernen und ein intensives und stärkendes Gemeinschaftsgefühl erleben, während sie viel neues Wissen zu Skin Picking und Trichotillomanie aufnehmen. Auch für Therapeuten, Ärzte und Forscher ist diese Veranstaltung eine wichtige Plattform für den fachlichen Austausch. 


Was sollen Betroffene mit nach Hause nehmen? 

Die Betroffenen stehen auch auf der Kölner Veranstaltung im Mittelpunkt. Sie sollen mit wichtigen Informationen versorgt werden, praktische Hinweise an die Hand bekommen und einen Grundstein legen können, um sich gut gegenseitig zu unterstützen. Am Ende der Konferenz sollen Betroffene ein stärkendes Gefühl des Zusammenhalts mit nach Hause nehmen können. Denn wir möchten den Betroffenen vor allem auch das Gefühl vermitteln, dass sie nicht alleine sind.